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Sonderbeilagen

40 Jahre Dreieich

Liebe Leserinnen,
liebe Leser der Dreieich-Zeitung,

 

kaum etwas erklärt Geschichte besser, als der Blick auf überschaubare Räume. Nachzuvollziehen, wie sich die großen, mitunter abstrakten Weichenstellungen der Politik ganz praktisch auf das Leben der Menschen im Land auswirken, das ist gleichermaßen spannend und lehrreich. Die Hessische Verwaltungs- und Gebietsreform vor 40 Jahren war eine solche Weichenstellung. Sie hat in den Alltag gewachsener Kommunen und ihrer Bewohner eingegriffen und die Landkarte zwischen Bad Karlshafen im Norden und Neckarsteinach im Süden des Bundeslandes massiv verändert.

 

Ende der 1960er Jahre gab es in Hessen nicht weniger als 39 Landkreise und über 2.600 eigenständige Städte und Gemeinden. In mehreren Schritten setzten die Verwantwortlichen in der Landespolitik gegen allerlei Widerstände ihr Ziel durch: nämlich eine Kosteneinsparung und eine Steigerung der Effizienz durch die Reduzierung der Verwaltungen. Am Ende dieses für die Bevölkerung oft schmerzlichen Prozesses gab es nach einer Vielzahl von Eingemeindungen im Jahr 1977 nur noch 246 Kommunen in 21 Landkreisen.

 

Die große Reform von damals: Sie war ein bürokratischer Akt mit sehr konkreten Auswirklungen auf den Alltag vor Ort. Auch in Dreieich, das durch die Zusammenlegung der beiden Städte Sprendlingen und Dreieichenhain mit den Gemeinden Götzenhain, Offenthal und Buchschlag auf die Landkarte gerückt war, markierte der 1. Januar 1977 rein formal das Ende eines schwierigen Prozesses. Zugleich war es natürlich auch ein Anfang.

 

40 Jahre Dreieich: Dieser runde Geburtstag bietet Gelegenheit zu einer Standortbestimmung. In der Stadt am Hengstbach wird in diesem Jahr mit vielen Veranstaltungen zurückgeblickt und gefeiert – und dies mehr und umfassender als in anderen Kommunen, die ebenfalls seit vier Jahrzehnten unter neuer Flagge „segeln“. Das sind in ganz Hessen immerhin 128 Städte und Gemeinden; im Kreis Offenbach sind an dieser Stelle Hainburg, Mainhausen, Rödermark und Rodgau zu nennen.

 

Auch die Dreieich-Zeitung hat in ihren wöchentlichen Ausgaben das Thema „40 Jahre“ wiederholt aufgegriffen. Heute halten Sie eine Sonderveröffentlichung unseres Hauses in Händen, die diese Berichterstattung zusammenfasst und fortführt. Wir erinnern noch einmal an die Ereignisse im Umfeld der Stadtgründung und greifen weitere Aspekte aus Vergangenheit und Gegenwart auf. Freuen Sie sich auf eine unterhaltsame und informative Lektüre.

 

Ein Beitrag setzt sich mit dem „Dreieich“-Begriff auseinander. Er beleuchtet die Geschichte des gleichnamigen „Wildbanns“, der sich im Mittelalter von Mainz bis nach Aschaffenburg und von Bad Vilbel bis in den nördlichen Odenwald erstreckte. Ganz ohne Frage darf die Namenswahl jener, die bereits 1970 den Dreieich-Spiegel als Vorläufer der heutigen Dreieich-Zeitung aus der Taufe hoben, als ebenso geschichtsbewusst wie zukunftsweisend bezeichnet werden. Sieben Jahre später besannen sich dann die Gründer des neuen Gemeinwesens bei der Namenssuche in ganz ähnlicher Weise auf die Historie.

 

Lokale und regionale Nachrichten hatten und haben in der Dreieich-Zeitung ebenso wie im Offenbach-Journal (für Offenbach, Mühlheim und Obertshausen) und im Wochen-Journal für den Raum Dieburg einen festen, einen guten Platz. Und dies übrigens „Im Zeichen der drei Eichen“, wie wir unser Heft zum runden Geburtstag der Stadt Dreieich betitelt haben. „Nah bei den Menschen. Denn das Lokale ist unsere Stärke“: Das ist das zentrale Motiv, dem sich die Mitarbeiter der zur Verlagsgruppe Rhein Main (VRM) gehörenden RMW Südhessen GmbH verpflichtet fühlen. Für DZ, OJ und WJ ist deshalb der einheitlich gestaltete Titelkopf mit den drei Eicheln im Zentrum verbindendes Element und Botschaft zugleich. Er ist als Marke zu verstehen und betont in besonderer Weise das Profil als Wochenzeitung für Stadt und Region.

 

„Wir bewegen“: Dies ist das Leitbild der VRM mit Sitz in Mainz, die auf eine bereits über 150-jährige Verlagstradition zurückblickt. Sie zählt zu den bedeutendsten regionalen Medienhäusern in Deutschland. Unter ihrem Dach erscheinen 28 Tageszeitungen in Hessen und Rheinland-Pfalz, darunter die Allgemeine Zeitung in Mainz, der Wiesbadener Kurier und das Darmstädter Echo. Eine Vielzahl von Anzeigenzeitungen
und Magazinen gehören ebenfalls zu ihrem breiten Portfolio.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

in Zeiten der medialen Globalisierung legen immer mehr Menschen großen Wert auf Informationen aus ihrem unmittelbaren Lebens- und Arbeitsumfeld. Nachrichten über das Geschehen vor der Haustür finden sich aber nicht auf großen Online-Portalen im weltweiten Datennetz. Sie stehen jedoch in ansprechender Vielfalt Woche für Woche in Ihrer Dreieich-Zeitung. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen bei der Lektüre gute Unterhaltung.

 

Der Stadt Dreieich wünsche ich alles Gute auf ihrem Weg, der am 1. Januar 1977 begann. Wie geht es weiter? Wir werden darüber berichten.

 

Ihr
Bernd Koslowski
Geschäftsführer

 

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